
Weissbuche
Auch Hainbuche oder Hagebuche genannt
In Europa, Asien und "Amerika" sind 21 Hainbuchenarten bekannt. Die Weissbuche kommt aus Südosteuropa und kam nach der Eiszeit wieder nach Mitteleuropa. Die Weissbuche bildet keine eigenen Wälder, sondern ist der Begleiter der grossen Bäume. Die Weissbuche wächst meistens in der kollinen Stufe in Eichen- und Hagebuchenwäldern. Als Strauch wächst sie an Waldrändern. Seit der Rodung grosser Teile der einstigen Urwälder in Europa dient die Hagebuche zum ein-hagen von Feldern und Wiesen. In Parks wird die Weissbuche als formbeschnittener Zierstrauch verwendet.
Alleinstehend kann die Weissbuche bis 25 m hoch wachsen. Die Zweige sind anfangs behaart, dann kahl. Die Weissbuche kann auch als Strauch immer wieder geschnitten werden und hält grosse Verstümmelungen aus. Seit dem 17. / 18. Jh. wird die Weissbuche als gestalterisches Mittel in Parks missbraucht, indem man aus ihr jedwelche technisch-geometrischen Formen herausschneidet. Es werden auch völlig identisch wachsende Exemplare gezüchtet.
Das Holz der Weissbuche ist gelblich bis grau-weiss. Es ist so hart wie kein anderes der einheimischen europäischen Nutzholzbäume. Früher wurde die Weissbuche deswegen auch "Eisenbaum" genannt, als Eisen noch knapp und kostbar war. Das Holz ist so hart wie Eisen, kernlos, schwer (800 kg / m3), Pappelholz als leichtestes Nutzholz wiegt im Vergleich dazu nur 400 kg / m3).
Verwendung
Das Holz wird wegen seiner Dichte und Härte vor allem für Parkett, Treppen, Möbel und Fensterrahmen eingesetzt. Es dient zur Fertigung von Maschinenteilen, Schuhleisten, Textilspulen, Hobelbänke, Hackklötze, Schlittenkufen, Radfelgen, Mühlrädern, Zahnrädern, Speichen, Butterfässern, Milchkübeln, Metzger- und Hackklötze, Schlittenkufen, Radfelgen, landwirtschaftlichen Geräten, Drechslereien, Kegel, Musikinstrumente etc. und überall dort, wo es auf eine feste, harte und dichte Oberfläche ankommt.
Volksglaube
Es gilt die Redensart, etwas sei "hanebüchen", was einen grobklotzigen, derben Menschen mit einem harten, undifferenzierten Charakter bezeichnet. Das Wort "hanebüchen" ist abgeleitet aus dem Mittelhochdeutschen "hagebüechin", heisst: aus Hagebuchenholz bestehend.
Jatoba
Gewaltig und dauerhaft
Jatoba wächst im Regenwald des Amazonas in Brasilien. Er wird bis zu 40 Meter hoch und erreicht Stammdurchmesser von bis zu einem Meter! Er hat hellgrüne Blätter, kleine rote Blüten und längliche Früchte. Das Kernholz hat eine pinkrote bis orangerote Farbe, die mit der Zeit rotbraun nachdunkelt.
Der Stamm wächst gerade und Astfrei. Dies ermöglicht eine Produktion von gross dimensionierten Sägeholz. Trotz seiner hohen Dichte kann Jatoba maschinell einfach bearbeitet werden. Die Eigenschaften bei Verleimung und Oberflächenbehandlung mit Ölen und Farben sind recht gut, obwohl die Oberfläche verschlossen ist. Vorbohren zum Verschrauben wird empfohlen.
Jatoba wird für ein weites Spektrum genutzt:
• Im Innenbereich für Parkett, Treppen, Möbel und Fensterrahmen
• Im Außenbereich für Aussenroste, Fassaden und Gartenmöbel
Jatoba-Tee – Energie fürs neue Jahr
Jatoba-Tee wird aus der inneren Rinde gewonnen. Er ist eines der ältesten und auch bekanntesten Naturmittel zur Tonisierung des allgemeinen Wohlbefindens. Darüber hinaus hat der Jatoba Tee einen wunderbaren, erfrischenden Geschmack.
Jatoba-Tee wird als natürlicher Energiespender eingesetzt .Den Holzfällern im brasilianischen Regenwald ermöglicht er ein langes und ermüdungsfreies Arbeiten. Die Jatobarinde enthält beachtliche Mengen an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Mangan, lösliches Silicium und natürliches Strontium, das für den Knochenstoffwechsel wichtig ist. Jatobarinde enthält außerdem das Flavonoid Astilbin, welches einer klinischen Studie zufolge nachweislich antioxidant und leberschützend wirkt.
Die brasilianische Kräuterheilkunde beschreibt Jatoba als stärkend, magenfreundlich, adstingierend, wurmhemmend und blutstillend.
Jatoba wird auch heute in ganz Südamerika in der traditionellen Medizin genutzt.
So bereiten Sie Ihren Jatoba-Tee zu:
10g (1-2 Esslöffel) Jatoba-Tee in 1 Liter kochendes Wasser geben
5 Min köcheln lassen – danach 5-10 Min ziehen lassen
Ein Spritzer Zitronensaft , hilft die Mineralstoffe besser heraus zu lösen.
In beliebiger Menge heiß oder kalt genießen.
Tonkabohne
TONKA - Cumaru
Nicht nur für Ihren Aussenrost
Die Tonkabohne ist der mandelförmige Samen des Tonkabaumes (Cumaru), der im nördlichen Südamerika und in der südlichen Karibik wächst. Tonkabohnen haben einen süsslichen, der Vanille ähnlichen Geschmack. Als Gewürz werden sie sehr sparsam in Desserts verwendet. Daneben benutzt man sie in Keksen und Kuchen. Sie sind sehr hart und werden am besten mit einer Muskatreibe abgerieben. Durch einlegen in Rum können sie auch fermentiert werden.
Der Tonkabohne wird eine hypnotische erotisierende Wirkung nachgesagt, sie findet häufig bei der Herstellung von Herrenparfums Verwendung. Bei der Aromatisierung von Pfeifentabaken und als Räuchersubstanz werden ebenfalls Tonkabohnen verwendet.



